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Tasmanien Urlaub – Alle Sehenswürdigkeiten von meinem Road Trip

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Tasmanien, ein Ort der ein immer beliebterer Ziel zum Urlaub machen oder für ein Road Trip wird. Deshalb ist hier eine Reiseerfahrung über einen Road Trip durch Tasmanien und allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte.

 

Tasmanien Urlaub – Wo liegt Tasmanien?

Tasmanien ist ein Inselstaat von Australien und gleichzeitig der südlichste Punkt von Australien. Es liegt im Süden von Melbourne und wird durch die Bass-Straße von der australischen Hauptinsel abgetrennt.

Die Fähren The Spirit of Tasmania I und The Spirit of Tasmania II überqueren die Bass-Straße täglich. Von Melbourne nach Devonport und zurück, sie transportieren Fracht, Passagiere und Fahrzeuge. Meine Fähre dockte früh morgens nach einer Übernachtfahrt an und die Passagiere wurden um 5:45 Uhr von der Crew über die Lautsprecheranlage geweckt.

Ich war bereits wach und bin auf das Deck gegangen um den ersten Blick auf Tasmanien nicht zu verpassen – ein Ort den ich schon seit langer Zeit besuchen wollte. Gegen 6:30 Uhr, mit einem hastigen Frühstück und einem dringend benötigten Kaffee, schnappte ich mir meine Hunde von den Zwingern und fuhr die Rampe in Devonport runter.

Mein Orientierungssinn und Navigationsfähigkeiten reichen von minimal über entsetzlich bis hin zu nichtexistenz, so dass Irrfahrten auf Tasmanien vorprogrammiert, teilweise aber trotzdem sehr unerwartet, waren. In den zwei Monaten, die ich auf Tasmanien verbracht habe, habe ich möglichst viel gecampt und bin so oft es ging gewandert.

Ich bin mit einem Teardrop Camper gereist, für gemütliches und sicheres Schlafen und mit einer Küche um ein bisschen kochen zu können. Es folgen nun die meiner Meinung nach schönsten Sehenswürdigkeiten in Tasmanien, die ich auf meinem Road Trip gesehen habe!

The Edge of the World – Das Ende der Welt in Tasmanien

Tasmanien Urlaub Sehenwürdigkeiten The Edge of the World Das Ende der Wetl

Das erste Ziel auf meinem Tasmanien Road Trip war die westliche Küste der Insel, die sich in Richtung der Donnernden Vierzigern wendet. Die Arthur-Pieman Conservation Area bedeckt 100.000 Hektar der Westküste und reicht vom Arthur River im Norden bis zum Pieman River im Süden.

Es gibt zahlreiche Busch-Campingplätze in dieser Gegend. Ich checkte bei der Ranger-Station in Arthur River ein und beschloss zum Campingplatz Prickly Wattles zu fahren, der nicht weit südlich von Arthur River liegt. Dort fand ich einen Ort den ich für die nächsten paar Tage mein Zuhause nennen durfte.

Die Plätze liegen in großen Lichtungen und sind gut verteilt, so dass du viel Privatsphäre und viel Zeit hast, um die Ruhe des Busches genießen zu können. Dieser Campingplatz war “serviced”. Das bedeutet, dass er über eine Falltoilette und eine Rohwasserversorgung verfügt. Camper müssen also ihr eigenes Feuerholz mitbringen und jeglichen Müll mitnehmen.

Während ich hier campierte, besuchte ich “The Edge of the World” am Gardiner Point, welches eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Tasmanien ist. Dort schaute ich über die offene Weite des Ozeans nach Argentinien, das näheste Land von hier aus und getrennt durch die größte Weite des Ozeans der Welt. Die Küste ist übersät mit Siedlungen, in denen Menschen Häuser gebaut haben, manche rustikal und manche luxuriöser.

Die meisten davon werden als Ferienhäuser genutzt, aber einige sind auch von standhaften Bewohnern. Das Meer war wild, selbst an eher ruhigen Tagen. Die Brecher stiegen auf und zerschlugen lautstark am Tasmanischen Strand. Ich beschloss nicht im offenen Ozean zu schwimmen, dafür fand ich eine Lagune mit Meerwasser.

Gordon River und die Huon Kiefer – Tasmaniens Sehenswürdigkeiten

Tasmanien Urlaub Sehenwürdigkeiten Gordon River und die Huon Kiefer

Tasmanien ist bekannt für seine Nationalparks und den Weltkulturerbe und einer der besten Wege um diese zu sehen ist eine Schifffahrt auf dem Fluss Gordon-Franklin. Die Fahrten starten täglich von Strahan in Richtung Südwesten. Dabei ist außerdem Mittagessen und eine hilfsbereite und informative Crew, es ist eine unvergessliche Erfahrung!

Das Boot fuhr zuerst zu den “Hell’s Gates”, wo der Fluss in das Meer übergeht. Es wird so genannt, da es ein sehr tückisches Gewässer ist, welches früher viele Menschenleben forderte und zudem wurde es benannt nach Sträflingen, die auf die Insel Sarah geschickt wurden.

Ich bevorzugte es auf dem Deck zu stehen und die atemberaubende Natur zu erleben! Folgend sind wir gegen den Strom Richtung der Insel Sarah gefahren. Diese Insel war damals eine Strafsiedlung für Wiederholungstäter.

Die Bedingungen waren erschreckend schlecht. Es war bitterkalt und nass, das Essen war knapp und häufig faul. Auspeitschungen wurden regelmäßig vollzogen und waren so hart, dass Sträflinge manchmal daran starben. Die Dinge verbesserten sich, als ein schottischer Bootsbauer von der Huon Kiefer hörte.

Aufgrund der Eigenschaften dieser Pflanzenart war es ideal für den Schiffsbau geeignet, und David Hoy reiste auf die Sarah Insel und arbeitete mit den Sträflingen zusammen, um eine äußerst erfolgreiche und produktive Werft zu errichten. Ich hatte einen wunderschönen Tag auf dieser Schifffahrt und es war sehr informativ!

Heutzutage ist die Huon Kiefer geschützt und das Abholzen dieses bemerkenswerten Baumes ist verboten. Es ist immer noch zu kaufen, jedoch nur im begrenztem Umfang. Ich habe ein Holzbrett für meine Küche gekauft, das mich wahrscheinlich überleben wird.

Bay of Fires – Das Juwel der Ostküste

Tasmanien Urlaub Sehenwürdigkeiten Bay of Fires

An der Westküste von Tasmanien, in der Nähe der urigen Stadt St. Helens, findest du die Bay of Fires. Dies ist wahrhaftig eine prächtige Küste mit zahlreichen Campingplätzen. Das Tasmanische Wasser ist sehr sauber, mit vielen weißen Sandstränden und vielen Möglichkeiten zum Angeln, Schwimmen, Schnorcheln, Bootfahren und für alle anderen Wassersportarten.

Es ist ein Juwel! Außerdem ist die Stadt St. Helen ideal um verschiedenes Essen auszuprobieren. Du kannst dort viele Vorräte wie Gasflaschen-Nachfüllungen, Apothekeneinkäufe sowie Kunst- und Antiquitätenartikel erwerben. Ich habe hier ein paar Tage verbracht, hätte aber viel länger bleiben können, um meine Seele baumeln zu lassen und einen Strandurlaub zu genießen.

Ross in Tasmanien – Eine Reise in die Vergangenheit

Abschließend, eine kleine Stadt die ich quasi per Zufall gefunden habe, aber die auf jeden Fall einer der interessanten Orte in Tasmanien ist. Ich rede von dem Städtchen Ross!

Meine Zeit in Tasmanien ging zu Ende, also entschied ich mich schon mal Richtung Devonport zu fahren. Auf dem Weg sah ich ein Schild, das die Richtung nach Ross anzeigte. Also entschied ich mich dorthin zu fahren.

Von dem Moment an, als ich über die gewölbte Steinbrücke fuhr (von Sträflingen gebaut), war es, als wäre ich in die Vergangenheit gereist. Ich war wie verzaubert.

Ross wurde in den Jahren, in denen Tasmanien eine Strafkolonie war, als Garnison erbaut. Die meisten alten Gebäude stehen noch. Ross wird heute als Kulturerbe Stadt klassifiziert und alle Neubauten im Stadtgebiet müssen strengen Richtlinien entsprechen.

Ich schlenderte durch die Hauptstraßen der Stadt, voll mit Stein- und Ziegelhäusern, besuchten das Tasmanian Wool Centre und eine gotische Kirche, aß Vanilla Slice in einer mit Holz befeuerten Bäckerei. Zudem probierte ich einige echte Antiquitäten aus und erforschte die Frauenfabrik, in die weibliche Sträflinge geschickt wurden.

Ich hatte eine wundervolle Zeit während meinem Tasmanien Road Trip, aber dann musste ich zurück nach Devonport um zurück auf das Festland und nach Hause zu kommen.

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